Blog #10: Wie stehe ich zum Thema Homosexualität?

28.06.2018

Bonjour und ♡-lich Willkommen zurück auf meinem Blog.

Heute möchte ich mit euch ein etwas ernsteres Thema behandeln. In diesem Blogpost soll es um das Thema Homosexualität und Homo-Ehe gehen.

Als erstes muss ich einmal festhalten, dass ich es eigentlich schlimm finde, in der heutigen Zeit über so ein normales Thema sprechen zu müssen bzw. dass viele Menschen homosexuelle Paare nicht als "normal" empfinden oder nicht damit klar kommen, wenn ein Geschlecht dasselbe oder gar beide Geschlechter lieben kann.

Ich hatte nie wirklich viel mit dem Thema Homosexualität zu tun. Ich selbst habe einen männlichen Partner und hatte auch nie die Gedanken, dass dies bei mir einmal anders sein könnte. Es gibt natürlich auch die andere Seite und zwar, wenn man sowohl männlich als auch weibliche Personen lieben kann bzw. man sich mehr mit beiden Geschlechtern vorstellen kann. Daran finde ich weder etwas verwerflich noch abnormal - für mich ist das genauso normal, wie wenn ein Hetero einen Hetero liebt. Das einige Menschen meine Meinung nicht verstehen und selbst ein ganz anderes Bild haben ist ganz klar. Das Thema Homosexualität wird leider immer noch kritisch angesehen und viele müssen über ihren Schatten springen wenn sie sich "outen".

Vor etwa 2 Jahren habe ich mich unweigerlich etwas intensiver mit dem Thema Homosexualität befasst und zwar deshalb, weil mir mein bester Freund gestanden hat, dass er schwul ist. Es war für mich keine große Überraschung wenn ich ehrlich bin, auch wenn er sich zuvor noch nie mit mir über dieses Thema unterhalten hat. Auch seine Familie und die anderen Freunde haben es "normal" aufgefasst, was soll man denn auch großartig sagen? Es ist etwas GANZ NORMALES und man freut sich für die Person, dass sie herausgefunden hat was sie glücklich macht und für welches Geschlecht sein Herz schlägt.

Also habe ich - sehr klischeéhaft - einen schwulen besten Freund. Ich bin nicht mehr oder weniger froh, dass er mein bester Freund ist als vor dem Outing. Er war immer der gleiche Mensch für mich & wird das natürlich auch immer bleiben.

Kurze Zeit später hat er mir auch seinen Freund vorgestellt. Auch ihn habe ich schnell ins Herz geschlossen, man merkt den beiden einfach an, dass sie glücklich sind & dass sie die richtige Entscheidung mit dieser Beziehung getroffen haben. Um diese Entscheidung zu besiegeln und um zu zeigen, dass sie sich wirklich lieben heiraten sie sogar bald. Ich freue mich so unendlich für die beiden, ich wünsche jedem Menschen, dass er den passenden Partner findet mit dem er sein lebenlang glücklich sein kann.

Somit schneiden wir bereits das nächste kritische Thema in diesem Blogpost an: Homo-Ehe. Den Grund, warum manche Menschen eine Homo-Ehe nicht akzeptieren begreife ich einfach nicht. Ich bin sehr froh, dass die Politik es mit dem Denken ebenfalls in die heutige Zeit geschafft hat & Homo-Ehen "legalisieren" bzw. erlauben werden. (hat lang genug gedauert!!!) Jeder Mensch hat das Recht auf eine Hochzeit wenn er so eine haben möchte. Egal ob man einen Mann liebt oder eine Frau. Ob man klein oder groß, dick oder dünn ist, oder ob man 15 Jahre Altersunterschied hat. Das Herz entscheidet wen man liebt und an wen man sich für immer (das bedeutet für mich nämlich eine Hochzeit, auch wenn viele Hochzeiten derzeit anscheinend nicht so ernst genommen werden, da man von vielen Scheidungen hört?) binden möchte. Ein Thema was unweigerlich aufkommt wenn man von der Homo-Ehe spricht ist die Adoption eines Kindes.

Viele Menschen sind der Meinung, wenn homosexuelle Paare Kinder adoptieren hätten es die Kinder nicht leicht in der Schule. Sie würde gehänselt werden und von den anderen Kindern missachtet werden, da sie nicht Vater & Mutter haben. Aber wenn ihr euch ehrlich seid: in der heutigen Zeit, wird dies wohl kaum mehr der Fall sein. Die Kinder wachsen heutzutage bereits mit dem Thema Homosexualität auf (Gott sei Dank!) und man kann es Kindern sehr gut erklären, warum man nicht Vater & Mutter hat. Das Problem bei einer Adoption ist meiner Meinung nach bei manchen Menschen also nur, dass sie Angst haben, dass ihre Kinder eine andere Einstellung haben könnten zu diesem Thema als die Eltern. Warum sollten homosexuelle Paare schlechtere Eltern sein als heterosexuelle? Um ein Kind adoptieren zu können geht meistens sehr viel Zeit und auch sehr viel Kraft drauf. Also gehe ich davon aus, dass homosexuelle Partner die ein Kind adoptieren möchten auch alles für dieses Kind tun würden, genauso wie heterosexuelle Paare.

Meiner Meinung nach braucht ein Kind für eine schöne Kindheit nur Liebe & Geborgenheit. Und wo steht geschrieben, dass diese nur von Vater und Mutter gegeben werden kann? Genau: nirgends! Bevor Kinder in einem Heim aufwachsen müssen, da sie wegegeben wurden oder die Eltern verloren hat etc. ist es sicher besser für die Kinder, wenn sie in Pflegefamilien unterkommen können, wo sie so geliebt werden wie sie es verdient haben. Egal ob die Pflegefamilie nun Vater & Mutter, Mutter & Mutter oder Vater & Vater bedeutet.

Man adoptiert Kinder doch nur, wenn man wirklich alles erdenklich mögliche macht um einem Kind ein schönes Leben zu geben. Und das können homosexuelle Paare genauso gut wie heterosexuelle. Das Gegenteil muss mir vorher erst einmal jemand beweisen :)

Ich bin gespannt wie ihr zu diesen Themen steht, hinterlasst mir gerne Kommentare und Nachrichten - ich freue mich auf euer Feedback !

merci fürs Lesen und bis zum nächsten Mal,

eure Nadine.


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